Sonntag, 19. April 2009

Das Pflanzen Nursing












Es ist Sonntag. Wir haben in 5 Stunden diesen Vormittag die ersten 300 Pflänzchen in die Töpfchen verpflanzt. Wenn die Pflanzen ordentlich gewachsen sind, werden die grösseren Töpfe die Reise in den Süden antreten. diejenigen in den kleinen Töpfen werden bei uns in die Natur verpflanzt. Mit einer Dachleiste, kleinen Nägeln und einerblau-roten Plastikfolie habe ich ein Pflanzenbad konstruiert um den Sämlingen eine konstante Bewässerung zu garantieren.

Eines der Bilder oben zeigt wie lange die Wurzeln der Pflänzchen im Vergleich zur ganzen Pflanze sind. (anklicken!)

Donnerstag, 16. April 2009

Das erste Duzend erfolgreich transferiert!




Mit Operationswerkzeug, das ich sonst immer mit dabei hatte bei unseren Regenwald-Expeditionen, verpflanzen wir unsere "Schützlinge" aus der Ansaat-Box in kleine Töpfe. Es ist "Uhrmacherarbeit" und bedingt eine ruhige Hand, um schlussendlich den grösstmöglichen Ertrag zu erzielen. Da die kleinen Töpfe ein grosses Loch am Boden haben und gerne die Erde herausläuft, haben wir Watte-Doppelrondellen hineingelegt, und erst dann die Erde. Diese besteht aus 5 Teilen verkohlter Reishülle, 10 Teilen Kompost, je 2 1/2 Teilen Sand und Erde, 1/2 Teil Asche, 1Teil Kompost aus Küchenabfällen und bis 4 Liter reinem Wasser. Diese Mischung soll unseren "Zöglingen" den weiteren Wachtum erleichtern. Die Töpfe stehen in einem Wasserbad und erhalten dosiert direkten Sonnenschein. Vorherige Versuche mit Kunstdünger und viel Sonne haben hier bisher keine guten Resultate erzielt.
Nun warten uns noch 288 Töpfe, die bestückt werden wollen. Wir haben jadoch nur noch 44 Rondellen aus Europa zur Verfügung. Ersatz ist gefragt. Schauen wir mal.

Sonntag, 12. April 2009

17 Tage nach der Aussaat




Es geht langsam aber doch stehtig vorwärts. Die Pflänzchen scheinen mir noch zu klein um in Töpfchen umgepflanzt zu werden.
Leider fehlen hier im Osten Projekte dieser Art, um sich auszutauschen. Da es 1000 Projekte in der Welt gibt, wäre ein Austausch von Erfahrungen sehr wünschenswert. Ich lade alle, die Erfahrungen gesammelt haben ein, sich hier im Kommentarbereich zu äussern. (Das geht schnell. Ein Google-Konto eröffnen und dann schreiben).

Dienstag, 31. März 2009

Hurra, es klappt!!!


Es ist uns ein Stein vom Herzen gefallen, unsere Artimisiapflanzen kommen langsam zum Vorschein. Zwar noch sehr, sehr klein wie die winzigen roten Ameisen, aber schon grün und etwa 300 an der Zahl! Das Wetter war gestern bewölkt und wir hatten sie unter dem Nipadach unserer Gartenbergola gelassen. Nun heisst es unsere Pflanzenkinder gut zu beobachten und nicht zu viel und nicht zu wenig Wasser in den Unterschalen zu haben. Die Nachtbeleuchtung auf dem Wagen haben wir ausgesetzt, da uns Herr Dr. Hirt mitgeteilt hat, das die Artemesia annua eine Kurztagespflanze ist.
Weiter hat er uns noch eine andere Aussaatmöglichkeit mitgeteilt. Sein Wortlaut:
"Zur Aussaat: KEINE Abdeckung! Samen verglüht sonst! - KEINE RILLEN!!! - Bitte probieren Sie es auch anders: In ihre Plastikkiste ein 4fach gefaltetes Handtuch legen, als Wsserspeicher. Darüber etwa 1cm ihrer Erde aufschichten. Darüber dann Samen streuen. NICHT GIESSEN ODER BESPRÜHEN!!! Wasser nur von der Seite, also von unten , zufliessen lassen. - Volle Sonne stellen! Bitte versuchen."
Somit decken wir die Pflanzen nur über Nacht ab zum Schutz der Nachttiere, nachdem wir sie in die Gartenbergola gebracht haben. Wir sind nun guter Hoffnung, dass noch mehr spriessen und sie gut gedeihen werden. !!Bitte Daumen halten!!

Freitag, 27. März 2009

Natürliche Erdaufbereitung und Aussaat











Wir haben uns entschieden, mit natürlicher Erdaufbereitung unsere Heilpflanzen zu ziehen. Das heisst, wir haben die folgende Mischung versucht:
- ein Teil rote Gartenerde
- ein Teil feiner Sand
- ein Teil Asche von den Reishüllen, die beim Reis trocknen und verarbeiten anfallen
und ein Teil speziell aufbereiteter Kompost (nach Sustainable Agriculture)
Das habe ich in der Karette gut vermischt und in die Aussaatbehälter verteilt. Die sind unten und seitlich gelocht und werden in ein etwas grösseres Alluminiumblech gestellt das immer Wasser hat, (Unter den Samenrillen bleiben, sonst schwimmen die Samen davon.)
Die Aussaaterde wurde mit Wasser benetzt und dann wurden feine Rillen gezogen.
Die äusserst feinen Samen hat Rose dann mittels eines selber gemachten Papiertrichters fein in die Rillen gesäät. Dann gab es noch einmal eine äusserst feine Regendusche darüber und die Aussaatbehälter wurden mit PVC-Glas bedeckt und an die Sonne gelegt.

Nachts sind die vier Aussaatschalen auf meinem Autodach, direkt unter dem Licht.

Der Starterkit

Der Starterkit besteht aus 5000 Artemisia-Samen, die in einem kleinen Plastiksäckchen zusammengerollt in einer Trocken-Box geliefert werden. Dazu gibt es je nach Wunsch eine deutsche, englische, französische, spanische, portugiesische oder swahilische Anleitung und je nach Bedürfnis zusätzliche Informations-Schriften, die gegen zusätzliches Entgeld mitgeliefert werden. Die Samen sollten in der Trocken-Box kühl gelagert werden oder sofort ausgesäht werden.
Die Lieferung erfolgt aus Deutschland schnell und unproblematisch.

Freitag, 4. Juli 2008

Beginn eines ehrgeizigen Projekts zur Eindämmung der Malaria



Heute ist der 4. Juli 2008. Vor mehreren Monaten bereiste ich Südpalawan in den Philippinen. Ich lernte dabei einen alten Arzt kennen, der seit Jahrzehnten im südlichsten Gebiet, in Rio Tuba Minenarbeiter einer Nickel Mining Corporation als Malaria Patienten hatte und über Probleme wegen der zunehmenden Resistenzen klagte.


Im Bekanntenkreis hatte ich bereits 3 Fälle von Malaria erlebt. Selber habe ich vor Jahrzehnten einige Jahre im Regenwald von Liberia, Westafrika als Entwicklingshelfer gearbeitet und 2 Mal Malaria erwischt.


Es ist ein Zufall, dass ich 2 Wochen vor meiner Reise in den Süden von Palawan von einem amerikanischen Expatriate auf die Heilpflanze Artemisia aufmerksam gemacht wurde, die angeblich in Afrika zunehmende Erfolge in der Malariabekämpfung verzeichnen kann. Beim Googeln im Internet wurde ich rasch fündig und äusserst interessiert.


Ich bestellte vor einem Monat 5000 Sämlinge dieser Wunderpflanze mit den dazugehörigen Unterlagen und eben heute haben mir Freunde das Paket von der Post nach Hause gebracht.


Ich werde nun dieses Projekt hier dokumentieren. Wenn es mir gelingen sollte 500 Pflanzen zu kultivieren wäre das ein erster grosser Erfolg. (siehe Bild von Afrika) Lassen wir nun bald Taten sprechen, wenn die Trockenzeit beginnt.